Veranstaltung: Krimilesung und Gespräch mit Andreas Pflüger heute Abend in Eschborn

Der Schriftsteller Andreas Pflüger/a> hat sich Jenny Aaron, eine Verhörspezialistin, ausgedacht. Sie arbeitet beim Bundeskriminalamt, mit einer Besonderheit, weil diese Kommissarin erblindet ist.
„Endgültig“, ihren ersten Fall, hat Jenny Aaron bereits gelöst. Und auch den zweiten, sodass sie nun, in dem Thriller „Geblendet“ vor einer weiteren Herausforderung steht.
Mehr dazu präsentiert Andreas Pflüger heute um 19 Uhr in Eschborn; zusammen mit Sabine Lohner vom Blinden- und Sehbehindertenbund Hessen (BSBH). Dass sie in Braille, also der Blindenschrift liest, bringt Jenny Aaron dem Publikum ein weiteres Stück näher. Außerdem wird Andreas Pflüger im zweiten Teil der Veranstaltung noch einige Fragen beantworten.
Wem das heute Abend zu kurzfristig erscheint oder zu weit entfernt, dem empfehle ich ein Interview mit Andreas Pflüger im Sichtweisen-Podcast. Darin erzählt der Autor beispielsweise, dass alle seine Hörbücher ungekürzt in den Handel kommen und wie ihm das gelungen ist. Seine nächste Lesung im Frankfurter Raum findet am 9. Oktober in Bad Soden statt.

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Was Autoren wissen wollen: Schickt mir Eure Fragen, damit ein Literaturagent sie beantwortet

Zahllos träumen die Nachwuchsschriftsteller davon, dass eines ihrer Bücher bei einem Publikumsverlag erscheint; Kiepenheuer & Witsch vielleicht. Aber der Weg dorthin ist steinig und die Hürden, damit man prominent unter Vertrag genommen wird, lassen sich für einen unbekannten Autor schwer bewältigen.
Deshalb verspricht es mehr, sich zuerst an eine Literaturagentur zu wenden, die sich dazwischenschaltet. Doch was machen diese Mittelsmänner eigentlich? Wie vertreten sie ihre Künstler?
Für meinen Autorenpodcast darf ich bald in einem solchen Büro ein Interview führen. Und dann könnte ich auch Eure Fragen stellen! Alles, was Ihr schon immer einmal von einem Literaturagenten wissen wollt – schreibt es mir, in einem Kommentar zum Blog oder auch in einer persönlichen Nachricht. Ich will versuchen, möglichst viel in dem Gespräch unterzubringen, das ihr später im Autorenpodcast hört. Eure Fragen nehme ich bis zum 17. September entgegen.

Radiotipp: „Kulturszene Hessen, der große Diktatwettbewerb“

Regelmäßig, seit 2011, veranstaltet die Stiftung Polytechnische Gesellschaft den großen Diktatwettbewerb. Mitschreiben können Schüler, Eltern, Lehrer, aber auch Lektoren und so bin ich ordentlich ins Schwitzen gekommen.
Worum es sich genau bei diesem Wettbewerb handelt, bekommt ihr in einem Beitrag von WDR 2 auf die Ohren. Die sendung kann heute Abend um 18 Uhr eingeschaltet, aber auch online gehört werden. – Oder heißt es „eingeschalten“? …

„Größte Freiheit“: Film über den Blindenfußballer Serdal Celebi

Im März 2019 habe ich zuletzt von Serdal Celebi berichtet. Aber jede Geschichte geht weiter und vor knapp einer Woche, am 11. August, wurde im „NDR-Sportclub“ ein Film über Blindenfußball gezeigt. Serdal Celebi, aber auch St.-Pauli-Kapitän Rasmus Narjes bringen uns nahe, wie viel ihnen der Sport bedeutet und was er ihnen gibt. Ihr könnt den Beitrag in der NDR-Mediathek anschauen; denn Fußball bringt den blinden Spielern, wie es der Titel der Sendung verrät, „größte Freiheit“ (dauert ca. eine halbe Stunde).

Literatur aus dem Dunkeln – Die selbst gemachten Bilder

Natürlich ist Franziska sgoff nicht die einzige, mir bekannte Buchautorin, die trotz einer körperlichen Einschränkung fest und mit beiden Beinen im Leben steht. Darüber hinaus gibt es beispielsweise BLAutor, den Arbeitskreis blinder und sehbehinderter Autoren. Diesem habe ich mich angeschlossen, genauso wie Katrin Dinges, die Lyrik und kurze Prosa schreibt. Darunter befinden sich auch Kindergeschichten.
Veröffentlicht hat sie bisher noch nicht, aber Katrin wirkt so, wie ich sie kennen lerne, sehr umtriebig und aktiv; obwohl sie nicht nur sehbehindert, sondern außerdemnoch stark schwerhörig ist und mit einer chronischen Stoffwechselstörung ringt. Unter anderem setzt sie sich für taubblinde Menschen ein.
Zusammengebracht hat uns literatur aus dem Dunkeln, ein Projekt von Andreas Brüning aus dem Jahr 2014. Nach einem Gespräch mit Katrin habe ich, eng an ihrer Vorstellungs- und Gedankenwelt orientiert, „Die selbst gemachten Bilder“ geschrieben. In einer Reihe von Kurzgeschichten, worin verschiedene Autoren festhalten sollten, was blinden und sehbehinderten Menschen begegnet.
Katrin betreibt Kulturvermittlung für die Initiative “Platz da!“/a>. Und nicht zuletzt, am 16. Mai 2019, ist sie bei einer Abendveranstaltung von „Kulturprojekte Berlin“ aufgetreten: zur Vielfalt in der Kinder- und Jugendliteratur.

Veröffentlicht! Franziska Sgoff, „Wozu braucht man Jungs?“

Gestern, pünktlich für mich als Geburtstagsgeschenk, kam „Wozu braucht man Jungs?“ heraus; ein Jugendbuch, das ich im Entstehungsprozess begleitet habe. Als Lektorin konnte ich gut mit Franziska Sgoff, der Autorin, zusammenarbeiten und wir beide schätzen den Schwarzbuch Verlag. Mehr zum Titel erfährst du unter anderem bei Lovelybooks. Auch eine Lesung auf einer größeren Buchmesse liegt noch im Bereich des Möglichen …
Welche Kinder- und Jugendbücher sich aktuell besonders verkaufen, zeigt die Spiegel-Bestsellerliste zu diesem Bereich. Schon etwas älter, aber immer noch hilfreich erscheint mir ein Beitrag von birgit Dankert, der dieses Marktsegment grundlegend vorstellt. Außerdem bin ich auf die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur aufmerksam geworden. Wen oder was könnt ihr empfehlen?

Gut und besser: Meine Lieblingsautoren 2019

Beim Schmökern bin ich in den letzten Wochen auf drei Autoren gestoßen, deren Bücher mir sehr gut gefallen. Besser gesagt, auf drei Autorinnen und alle kommen sie aus Deutschland.
Zuerst habe ich Charlotte Lyne entdeckt oder besser gesagt, ihr Pseudonym Charlotte Roth mit den historischen Romanen. Eindrucksvoll recherchiert, hat sie beispielsweise in dem Band „Als wir unsterblich waren“ deutlich mehr geschichtliche Details verwoben, als ich während meiner Schul- und Studienzeit erfuhr. Außerdem überzeugen mich die Protagonisten, genauso wie bei Ellen Berg, die sich Frauenfiguren in der heutigen Gesellschaft zuwendet. Dabei schreibt sie Geschichten, wie sie dir und mir zustoßen könnten, in einer ungewöhnlich einnehmenden Sprache.
Gute Kriminalromane liefert schließlich Rebecca Michéle, sodass ich mich sehr gefreut habe, als ich feststellen konnte, dass es zu Mabel Clawrence eine Reihe von Fällen gibt. Begeistert tauche ich in die Welt der Freizeit-Detektivin ein, denn was sie erlebt, wird authentisch erzählt.
Zuvor war es mir länger nicht mehr passiert, dass ich mir ein buch zum Lesen nahm und es, bis zur letzten Seite, kaum noch aus der Hand legen konnte. Aber diesen drei Schriftstellerinnen ist es gelungen, mich auf diese Art zu fesseln. Vielleicht kennt ihr die eine oder andere von ihnen? Teilt ihr meine Meinung oder könnt ihr von anderen Autoren und Büchern berichten, wo ihr das ähnlich empfunden habt?

Morgen Diktatwettbewerb – und ich bin dabei!

Als erste, blinde kandidatin will ich am 27. Juni in Frankfurt mein Glück versuchen: beim überregionalen Finale des Diktatwettbewerbs! Eigentlich könnte ich meine Kollegen vom Lektorenverband unterstützen, aber das muss noch ein bisschen warten. Denn vorerst läuft meine teilnahme außer Konkurrenz, damit das Team, das den Diktatwettbewerb organisiert und durchführt, die nötigen Eindrücke von meiner blindenspezifischen Technik bekommt. Außerdem kann ich mich an die Abläufe gewöhnen und das Event erst einmal beschnuppern. Weitere Informationen finden sich auf den Webseiten des veranstalters“.
Als Autorin erscheint es mir reizvoll, meine Kenntnisse zu Satzzeichen und Grammatik mit anderen Schreibenden zu messen. Außerdem wird Bastian Sick, bekannt durch seine Kolumne Zwiebelfisch und die daraus entwickelten Bücher, ein Sprachquiz gestalten … Wir können gespannt sein!

„Freunde fürs Leben“

Nachdem ich im September beim Literaturmarathon in Berlin gelesen habe, wozu von Horst Milde ein Bericht verfasst worden ist, finde ich mich erneut zu einem Literaturmarathon ein. Diesmal nicht, um selber etwas vorzulesen, sondern weil ich zuhören will: beim WDR5-Literaturmarathon. Regelmäßig im März geht diese Veranstaltung über die Bühne. Und für 2019 ist der Redaktion des Kölner Radiosenders eingefallen, die Hörer um ihre Lieblingsbücher zu bitten. Auf den Webseiten von WDR5 heißt es dazu:
»Es gibt Bücher, die begleiten einen ein Leben lang. Egal, wann und wie oft man sie in die Hand nimmt: Sie berühren immer aufs Neue, lesen sich jedes Mal anders und fühlen sich an wie gute Freunde.«
Solche Bücher sollten die Leser heraussuchen und der Radiostation davon erzählen. Daraufhin haben zuständige Mitarbeiter zusammengestellt, welche Titel beim Literaturmarathon präsentiert werden. Geübte Sprecher haben die Seiten eingelesen, damit jeder, den es interessiert, mehr erfahren kann.
Am 22. März um 22. Uhr geht es los. 24 Stunden lang dreht sich dann alles um prägende Texte, entweder im Radio oder live vor Ort. Denn im WDR Funkhaus, genauer im kleinen Sendesaal, versammeln sich zahlreich die Hörer, um gemeinsam den Inszenierungen zu lauschen!

Wo ist Serdal Celebi?

Über den Blindenfußballer Serdal Celibi habe ich hier schon ein paar Zeilen geschrieben. Wer ihn besser kennen lernen möchte, dem empfehle ich nun einen Beitrag in der MDR-Mediathek anzuschauen.
Ob sein „Tor des Monats“ von den Zuschauern zum „Tor des Jahres“ gewählt worden ist? Und wie hat Serdal auf seine Platzierung reagiert? Das enthüllt der kurze Film, aber auch einiges mehr, denn Serdal wird als Familienvater gezeigt, als Physiotherapeut und – natürlich – beim Blindenfußball.