„Verbrannte Kindheit“; aus: Sechs Punkte – meine Buchempfehlungen

Ich lese so viele Bücher, dass ich sie keinesfalls alle rezensieren könnte. Je nach Umfang sind es häufig zwei bis drei pro Woche. Zugegeben, darunter fallen auch gekürzte Audioausgaben. Aber genauso höre ich mir vollständige Lesungen an oder ich scanne mir Bücher in Schwarzdruck ein, wenn sie noch nicht für blinde Menschen aufbereitet worden sind. Manchmal kommt auch ein E-Book dazu wie Verbrannte Kindheit von Wolfgang Fürweger. Im Rahmen meiner Recherchen zu einem historischen Roman, den ich nächstes Jahr schreiben möchte, hat mich ein guter Freund auf diesen Titel aufmerksam gemacht. Und ich vergebe sofort: die Note eins!
Ja, genauso wird es funktionieren. In unregelmäßigen Abständen liefere ich eine Liste von Büchern, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Dabei verlinke ich jeweils auf die Verlagswebseite oder wie in diesem Fall, da sie nicht mehr zu finden ist, auf eine andere Quelle im Internet. So kann sich jeder selbst über das Buch informieren. Gleichzeitig füge ich meine persönliche Bewertung an, zwischen eins und sechs.
Vielleicht bringen wir dadurch einen regen Austausch zustande? Ich würde mich jedenfalls sehr über eure Lesetipps freuen.

Bitte immer die Augen und Ohren offen halten

In der Autorenberatung heißt es oft, man solle lesen, worüber die anderen schreiben; natürlich bezogen auf jede Thematik, die den eigenen Roman trägt. So weit habe ich das schon erklärt und außerdem, dass es mir hilft, durch die Bücher anderer Autoren für mein persönliches Werk in Stimmung zu bleiben.
Zweitens kann es passieren, dass mir, durch die Literatur, Hinweise über den Weg laufen, die ich später gut verwerten kann. Aktiv zu recherchieren, ist logischerweise nie verkehrt. Aber vielleicht entgeht mir etwas dabei, aus welchem Grund auch immer.
Ganz konkret: Ich habe den Frankenkrimi Bamberger Fluch gelesen, verfasst von Harry Luck. Und dabei habe ich etwas aufgeschnappt, das mich zum Arbeitstitel meines Buchs führt. Mehr dazu werde ich später erzählen. Erst einmal nur so viel: Bitte immer die Augen und Ohren offen halten, es lohnt sich!
Nicht zuletzt bekomme ich einen guten Überblick, erfahre, was die so genannte Konkurrenz treibt. Denn eine Geschichte zu entwickeln, die es ähnlich schon gibt, wäre kein Glücksfall. Dass ich mich mit frenden Ideen und Texten vertraut mache, schärft hingegen mein Bewusstsein rund um die Herangehensweise, wie ich mein eigenes Buch entwickeln mag. Außerdem kann ich jetzt – vielleicht im Sinne des Marketings – Buchempfehlungen aussprechen und so zu einer kleinen, aber feinen Expertin werden.

Damit mich die Welle trägt

Es ist ganz leicht und wird immer wieder empfohlen: „Lesen Sie, was andere schreiben.“ So habe ich es während der Arbeit an meiner Fußballsatire gemacht und jetzt wieder, für den historischen Roman. Wozu ich unbedingt vorausschicken möchte, dass es mir keinesfalls darum geht, von anderen Autoren abzuschreiben. Das wäre falsch und verlogen, überhaupt nicht befriedigend.
Aber durch die Lektüre bin ich, in meiner Wahrnehmung, noch enger mit dem Gebiet verbunden, woraus sich mein nächstes Manuskript entwickeln wird. In gewisser Weise kann ich das veranschaulichen mit einem Instrument, das der Musiker neu stimmen muss. Regelmäßig. Immer wieder. Und wenn ich begleitend zu meinem Schreibprozess lese, was andere so in die Tasten drücken, sendet mein Geist in der richtigen Frequenz.
Entschuldigen Sie, falls das jetzt esoterisch klingt und spirituell, denn dafür bin ich keinesfalls der Typ. Aber mir fällt auch nicht ein, wie ich das, was ich an dieser Stelle empfinde, anders ausdrücken könnte.
In der gewünschten Schwingung zu bleiben, mich heute, morgen, übermorgen für mein Thema zu sensibilisieren, ist der erste von drei Punkten, die mir wichtig erscheinen. Und die übrigen beiden bespreche ich beim nächsten Mal.

Ein Text von Karin Hoffmann: „Blind für Farben“

Wie so vieles mehr, beispielsweise die Leipziger Buchmesse, muss auch der WDR5-Literaturmarathon wegen des Corona-Virus abgesagt werden. 24 Stunden lang hätten geübte Sprecher vorgelesen, zum Thema „100 Farben“. Dafür hatte ich die Kurzgeschichte „Grau in Blau“ eingereicht.
Auch Karin Hoffmann, meine treueste Blog-Leserin, hat etwas geschrieben; zum ersten Mal überhaupt! Und ich freue mich sehr, liebe Karin, deinen Text „Blind für Farben“ hier reinstellen zu dürfen. Wie ich weiß, hat dir das Schreiben Freude bereitet und vielleicht magst du es ja noch einmal versuchen. Würde mich freuen!

Aus dem Wir-lieben-Hessen-Lexikon: Die hessische Grammatik

Passend zu meinem letzten Beitrag, gibt es heute ein bisschen Comedy auf die Ohren – mit einem wahren Kern. So habe ich, bei Hit Radio FFH, das Wir-lieben-Hessen-Lexikon entdeckt, zusammengestellt von Mundstuhl. Und zwei Episoden daraus möchte ich vorstellen.
Zuerst, wie gesagt, Die hessische Grammatik. Neben Literatur und Sprache spielt aber auch der Fußball immer wieder eine wichtige Rolle in meinem Blog. Und wie es der Zufall so will, zumal heute Abend die Frankfurter Eintracht im DFB-Pokal spielt, trägt Mundstuhl auch dazu etwas bei: eine Einschätzung über Das Waldstadion. Viel Spaß damit! 🙂

Ein kleiner Workshop: „Sprache, Bücher und Wörter“

Der Fußballprofi Willi Lippens wurde 1965 in einem Regionalligaspiel gemaßregelt, mit den Worten: „Ich verwarne Ihnen.“ Worauf der Sportler erwidert haben soll: „Herr Schiedsrichter, ich danke Sie.“
Dafür stellte ihn der Unparteiische vom Platz und später musste Lippens, weil er sich so respektlos verhalten hatte, auch noch eine 14-tägige Sperre aussitzen. Dabei finde ich, dass man über die gegebene Antwort hätte schmunzeln sollen, anstatt das Ganze schrecklich ernst zu nehmen. Mich faszinieren solche Episoden, wie ich überhaupt gerne eintauche in das, was uns die deutsche Sprache bietet.
Im vergangenen Jahr, während der Buchmesse in Wunsiedel, konnte ich einen kleinen Workshop durchführen und wählte als Titel „Sprache, Bücher und Wörter“. Hier gibt es Spannendes zu entdecken: Fallen, in die man als Autor schnell hineintappt; oder erste Hinweise, damit sich das eigene Sprachgefühl verbessert. Der Beitrag dauert knapp 30 Minuten und steht auf meinen Webseiten zum Nachhören bereit.

Auf einen Blick: Die Hörbuchproduktion

Immer noch bin ich mit der Produktion meines ersten Hörbuchs beschäftigt, der Fußballsatire „Geballter Zoff“. Von Elke Bader aus dem Griot Hörbuchverlag habe ich dazu ein aufschlussreiches Interview bekommen. Allerdings musste ich hierbei feststellen, dass alles deutlich komplizierter wird, als ich erwartet hätte. Vor allem die Kosten, die auf mich zukommen würden, hatte ich unterschätzt. Deshalb werde ich mich, für den Anfang, auf eine digitale Ausgabe beschränken.
Doch auch die Vertriebswege für Online-Hörbuchproduktionen sind mir kaum bekannt. Marlene Rauch, als Verlegerin „Miss Motte“, hat mir aber einen wichtigen Tipp gegeben: Liberaudio. Dort auf den Webseiten finden sich alle relevanten Details. Und darüber hinaus, wenn jemand sein Buch auch selber einsprechen möchte, empfehle ich einen Workshop von Brigitte Mayer. Schon ihre einführenden Hinweise zum Sprech- und Lesetraining haben mich überzeugt! Außerdem hat Oliver Rohrbeck in meinem Autorenpodcast so manches verraten.

Kurzgeschichte „Grau in Blau“

Pünktlich zu den Weihnachtsfeiertagen gibt es eine Kurzgeschichte von mir. Diese habe ich für den WDR 5 Literaturmarathon eingereicht. Insgesamt sind mehr als 300 Vorschläge zusammengekommen, aber die Jury konnte nur elf davon wählen, wie ich aus einer E-Mail von WDR 5 erfahren habe. Vielleicht ist Euer Text ja dabei?
Meine Kurzgeschichte, „Grau in Blau“, hat es nicht bis zur Sendung im März geschafft.
Trotzdem möchte ich sie gerne bekannt machen. Deswegen könnt Ihr sie bei BLAutor, dem Arbeitskreis für blinde und sehbehinderte Autoren, auf meiner Webseite nachlesen.

„Sie können Bücher lektorieren?“

Das „Streifband“, ein Magazin der Buchbranche, hat in Ausgabe 34 die Barrierefreiheit durchleuchtet. Oder besser gesagt: noch bestehende Komplikationen erklärt, die für behinderte Menschen einiges erschweren.
Studenten der HTWK Leipzig bringen das Streifband heraus. Und als die Redaktion mich fragte, ob ich etwas zur Barrierefreiheit schreiben würde, konnte es nur eine Antwort geben. Im Oktober ist der Beitrag dann erschienen, mit der Überschrift: „Sie können Bücher lektorieren?“
Ihr könnt ihn jederzeit auf meinen Webseiten nachlesen. Ich zeige Euch aber auch das gesamte Heft, weil dieses Thema wirklich sehr, sehr wichtig ist.