Pressemitteilung: „Verlage sollten sich stärker engagieren“

Kaum Literatur barrierefrei – die blinde Biographin Daniela Preiß und der sehbehinderte Sportler Harald Lange wollen nach dem Welttag des Buches ein Zeichen setzen

Harald Lange, ein fast blinder Sportler, hat den Marathon des Sables bewältigt: In sechs Etappen ist er 250 Kilometer durch die Sahara gelaufen. Gemeinsam mit der Biographin Daniela Preiß erzählt er von diesem Ultramarathon. „Highway to Hell“ heißt das Buch, erschienen ist es beim vss-verlag.

„Als eBook“, betont Preiß, „damit auch Blinde die Geschichte lesen können.“

Die Biographin legt großen Wert darauf, ihre Bücher barrierefrei herauszubringen. Nicht nur, weil ihr selber das Augenlicht fehlt. Vor allem möchte die Autorin, kurz nach dem Welttag des Buches, noch einmal ein Zeichen setzen.

Nur fünf Prozent der veröffentlichten Bücher stehen in Deutschland in Braille oder als Hörbuch zur Verfügung, beklagt der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV). Währenddie Bundesregierung den Marakesch-Vertrag blockiert.

Als Reaktion ünscht sich Preiß einen höheren Einsatz von Verlagen. „Sie sollten sich stärker engagieren, Hand in Hand mit den Blindeninstitutionen.“

Und wenn die Öffentlichkeit besser informiert ist, melden sich vielleicht mehr Kooperationspartner. Etwa Personen, die ehrenamtlich Bücher scannen.

Dann könnten Sehgeschädigte die Dateien einfach lesen.

Zum Beispiel Harald Lange, der inzwischen für den New York Marathon trainiert. Er hat es als Sportler weit gebracht. Und jeder, der für barrierefreie Bücher wirbt, sollte seine Botschaft unterschreiben: „Wenn du ein Ziel erreichen willst, bleib dir stets treu, glaube an dich und die Sache und vor allem: Gebe niemals auf!“

(Daniela Preiß)

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Eineinhalb Stunden beim Halbmarathon?

Für dieses Jahr hat sich Harald Lange vorgenommen, beim Marathon die Marke von drei Stunden zu knacken. Aber natürlich geht so etwas nicht von heute auf morgen. In seinem ersten Buch, „… und du kannst es schaffen“, erzählt der Sportler, wie er sich zum ersten Mal auf den Marathon vorbereitet und diesen dann gemeistert hat.

Auf seinen Webseiten berichtet er aktuell von dem Vorhaben, 42,195 Kilometer in drei Stunden zurückzulegen. Oder, zunächst bei einem Halbmarathon, rund 21 Kilometer in 90 Minuten. Ob ihm das gelungen ist? Lesen Sie doch Harrys Bericht zum Spiridon Halbmarathon im März.

Gewinnspiel für April

„Highway to Hell“ – Buchkritiker gesucht

Wie schreibe ich eine Rezension? Autoren oder solche, die ihnen helfen wollen, haben sich diese Frage sicher schon gestellt.

Eine erste Antwort liefert jetzt Mein Gewinnspiel zu „Highway to Hell“. Hier werden die Interessierten theoretisch angeleitet, können praktisch üben und wer schnell ist, darf sich auch noch einen Preis aussuchen. Als Dankeschön dafür, dass er Harald Lange mit seinem Einsatz unterstützen.