Wer kennt wen? Und wie bringt mich das weiter?

Jeder kennt jeden über sieben Stationen. Zu diesen Ketten ist viel philosophiert worden. Doch egal, ob sie nun fünf oder acht Glieder besitzt: Der Grundgedanke stimmt. Und viele Menschen können davon profitieren.

Im privaten Umfeld fängt das an. Mein Freund zum Beispiel, der geht immer wieder zu Stammtischen, Stadtteiltreffen oder er organisiert eine kleine Party. Da stellt er dann Leute einander vor, die ähnliche Interessen mitbringen.

Ich bin weniger der kommunikative Typ. Dass ich zehn Freunde und Bekannte gleichzeitig zum Grillen einlade, kommt faktisch nie vor. Lieber sitze ich mit zwei oder drei Vertrauten zusammen, damit wir auch persönliche Gespräche führen können.

Aber den Zweck dahinter, auf soziale Netzwerke zurückzugreifen, habe ich durchaus wahrgenommen. Und aufmerksam beobachtet, dass so etwas funktioniert.

Inzwischen setze ich die Technik selber ein. Überwiegend beruflich, wenn Aufträge von Kunden weitergegeben werden oder weil ich eine Fachkraft benötige, die mit mir ein Buchprojekt betreuen kann. Wegen meiner Blindheit brauche ich regelmäßig einen Partner, der das Layout übernimmt; der Innenteil und Umschlag so gestaltet, dass sich das Buch – rein für die Augen – ansprechend präsentiert. Gerne möchte ich an dieser Stelle Jürgen Hetz mit seiner Denksportler Grafikmanufaktur empfehlen.

Aber auch für die Geschichten, die ich in meiner Freizeit schreibe, hole ich mir Unterstützung. Denn meine Handlung will ich stimmig und genauso kompetent erzählen. So überlege ich mir zuerst, welche Szenen es geben wird, bei denen ich inhaltlich Hilfe benötige. Dann suche ich nach einem passenden Gesprächspartner. Falls sich keiner auftreiben lässt, streiche ich den Abschnitt in meinem Manuskript und denke mir etwas Neues aus.

Für die Fußballsatire „Geballter Zoff“ musste ich natürlich jemanden haben, der mir die inneren Abläufe in der Nationalmannschaft erläutern kann. Wie dieses oder jenes bei einem großen Turnier geregelt ist.

Außerdem sollten die Spieler, in meinem Buch, gemeinsam nach Australien reisen. Daher wünschte ich mir jemanden, der selber auf dem Kontinent gewesen war und mir seine persönlichen Eindrücke von Land und Leuten wiedergeben könnte.

Nicht zuletzt plante ich eine Szene, wo einer der Fußballer mit einem Hubschrauber aufsteigt, um Flugblätter über Stuttgart zu verteilen. Ich brauchte deshalb einen Piloten, damit ich berichten konnte, wie so ein Flug im Einzelnen verläuft.

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