Mein erstes Manuskript

Wenn ich Autoren betreue, kann es passieren, dass sie eine bestimmte Frage an mich richten. Ob sie auch einmal etwas lesen dürfen, das ich geschrieben habe?

Aktuell berate ich Franziska Sgoff, die voraussichtlich im nächsten Jahr ihr erstes Jugendbuch veröffentlichen wird. Nun will sie wissen: „Was war denn dein erstes Manuskript?“

Sicher nichts, worauf ich stolz sein könnte. Das denke ich spontan. Dann steigen Erinnerungen auf, über die Fußball-Weltmeisterschaft 1998. Bundestrainer Berti Vogts hattte damals meinen Lieblingsspieler zu Hause gelassen. Mario Basler, den ich dafür mochte, dass er so unbequem war. Und gleichzeitig ein genialer Typ.

Dass die Weltmeisterschaft für ihn ausfallen würde, musste ich erst einmal verkraften. Und Schreiben war schon immer eine gute Therapie. So ist das erste Buchprojekt entstanden, das ich tatsächlich abgeschlossen habe.

Heute blättere ich durch die Seiten. 78 sind es genau, in Normseiten gerechnet. Das entspricht ungefähr dem DIN-A5-Format.

Für ein gedrucktes Buch reicht der Umfang keinesfalls aus. Trotzdem schwirren mir auf einmal Möglichkeiten durch den Kopf. So könnte ich ein E-Book produzieren. Den Text auf irgendeiner Self-Publishing-Plattform hochladen. Oder, wie bei „Geballter Zoff“, ein weiteres Hörbuch erstellen und dieses zum Download anbieten.

In meiner Schublade schlummern doch einige, verborgene Schätze. Gerade habe ich erkannt, dass auch mein erstes Manuskript dazu gehört. Denn der Text ist bei Weitem nicht so schlecht, wie ich gedacht hätte. Und die Geschichte finde ich durchaus originell. Wenn ich noch ein wenig an meinem Entwurf herumschraube, lässt sich daraus bestimmt etwas machen. Und mit einem Mal bekomme ich auch Lust dazu.

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