Um einen Traum zu verwirklichen: Blinde Autorin Franziska Sgoff mit Crowdfunding-Aktion

Das Leben erzählt die schönsten Geschichten, zum Beispiel über Franziska Sgoff. Oder besser gesagt: wie wir uns kennen gelernt haben. Dafür ist, wenn man so will, meine erste, große Liebe verantwortlich.
Ich war 16, als Daniel und ich zueinander gefunden haben. Heute bin ich doppelt so alt, seit fünf Jahren mit einem neuen Partner zusammen und Daniel hat auch eine andere Freundin, nämlich Franziska. Bald hat er mich mit ihr bekannt gemacht und schnell sind wir ins Gespräch gekommen, weil Franzi an ihrem ersten Buch arbeitet. Dafür hat sie fachkundige Unterstützung gesucht.
So trifft es sich gut, dass ich in der Autorenberatung tätig bin und als freiberufliche Lektorin fungiere. Ende Mai 2018 haben wir zu dritt – bei Daniel – ein paar gemütliche Tage verbracht. Seitdem feilen Franzi und ich gemeinsam an ihrem Manuskript.
Doch nicht nur das Buch, auch unser persönlicher Kontakt hat sich weiterentwickelt. Wir sind Freundinnen geworden. Ein gutes Team, wie wir beide sagen. Ob wir uns ohne Daniel jemals begegnet wären?
Eigentlich kann ich nur dem Zufall danken, den glücklichen Umständen, die uns die Bälle richtig zugespielt haben. Und ich wünsche mir, Franzi nächstes Jahr begleiten zu dürfen, wenn sie auf der Leipziger Buchmesse liest. Bis dahin sollte ihr Jugendbuch längst veröffentlicht sein. Unter dem Titel „Wozu braucht man Jungs?“ wird es im
Schwarzbuch Verlag erscheinen.
Dazu haben wir eine Crowdfunding-Initiative angestoßen. In der Hoffnung, dass uns genügend Freiwillige helfen werden, damit Franzi ihren Traum verwirklichen kann.
Mehr über das Buchprojekt hat sie dem Freisinger Tagblatt in einem Interview erzählt. Und in meinem Podcast, der Audiobeiträge für Nachwuchsschriftsteller liefert, hat sich der Schwarzbuch Verlag vorgestellt.

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Tagebuch von Harald Lange, zweiter Beitrag

09.11.2014
Endlich war ich wieder einmal überzeugt, es schaffen zu können. Nachdem ich gestern auf dem Extremsporttag in Frankfurt so viele nette Leute kennengelernt und vor allem interessante Begegnungen mitgenommen hatte, fing ich heute damit an, mein Material zu sortieren. Doch egal, von wem ich zur Ernährung etwas wissen wollte, jeder sagte mir dasselbe: „Teste selbst. Du musst entscheiden, was du machen willst.“
Wenig Infos sickerten durch, wie sich andere einstellen. Ich bekam immer so da und dort was mit, aber ich dachte mir dann auch, hier muss echt jeder für sich organisieren.
Wolfgang, der schon am Marathon des Sables teilgenommen hatte, schlug mir für jeden Tag einen Brühwürfel oder Tomatensuppe vor. Das hätte ihm immer gut getan.
„Aber essen wird oft überbewertet. Du kannst nicht allzu viel zu dir nehmen. Tagespacks sind nicht das Schlechteste, es gibt halt, was es gibt und Hotel und First-Class-Service bekommst du sowieso dort nicht.“
Also nicht zimperlich sein! Und alles im Vorfeld testen. Einmal einen Tagespack zusammenstellen, damit einen Tag leben und sehen, wie das geht. Nichts mitnehmen, das ich nicht kenne. So normal wie möglich bleiben.
Ich hielt an der Empfehlung fest, auf Tagespacks zu gehen. Drum herum würde ich noch etwas einpacken, das ich zwischendurch mampfen könnte.
Oft spielte ich die Möglichkeiten durch. Ich wusste nicht so recht, wie ich planen sollte. Ziemlich unsortiert das Ganze. Aber irgendwie musste mir ja langsam etwas einfallen. Also fing ich einfach an.
Ich schnürte sieben Tagespacks und überlegte mir, was ich pro Tag essen würde und was ich an welchem Tag verlangen könnte. Zumindest im Grundsatz: Jeden Tag ein Müsli, ein Abendmahl meiner Wahl, Startgetränk UltraSports Starter, jeweils ein Refresher, über den Tag verteilt das ein oder andere Riegelchen und Bufferpulver. Unabhängig von diesen kleinen Paketen noch den Rest wie Studentenfutter, Bananenchips, Salami … Davon würde ich immer nach Bedarf etwas zu mir nehmen.